Hauptmenü anzeigen

Rot 

Als Rubin bezeichnet man die rote Varietät des Minerals Korund. Er gilt als ein Edelstein der klassischen „Großen 4“ (zusammen mit Diamant, Smaragd und blauem Saphir).
Die rote Verfärbung ist auf geringe Beimengungen von Chrom zurückzuführen. Nur die roten Korunde heißen Rubine, wobei der Farbton zwischen Blassrot und Dunkelrot variieren kann. Rubin ist abgeleitet aus dem mittellateinischen rubens, rubinus für rot, der Rote.
Man nimmt an, dass in der Bronzezeit bereits Rubine aus Gruben in Birma geholt und geschätzt wurden. Vor über 2000 Jahren verehrte man auch in Indien Rubine und nutzte sie als Talismane. Auch die alten Ägypter, die Griechen und die Römer kannten Rubine. Der Rubin ist bereits im Alten Testament von Bedeutung: Er ist der vierte unter den zwölf Steinen, die das Efod des Hohenpriesters schmücken und denen jeweils ein Stamm Israels zugeordnet ist.
Rubine kommen außer in der Antarktis auf allen Kontinenten vor. Begehrt sind meist nur die asiatischen Rubine. Myanmar, Thailand und Sri Lanka, mit seinen immer seltener werdenden Lagerstätten, sind die wichtigsten Länder für den Export dieser Edelsteine. In Asien befinden sich vor allem in Hinterindien viele Minen, aber es wurden auch in Indien, der Volksrepublik China, Pakistan und Afghanistan Rubine entdeckt.
Besonders begehrt und wertvoll sind Rubine in kräftiger, roter Farbe und einem Stich ins bläuliche, die der Farbe von Taubenblut ähnelt. Das Handelszentrum für asiatische Rubine ist Bangkok.
In der Esoterik galten Rubine früher als „Stein des Lebens und der Liebe“. Das Aufbewahren dieses Steines verlieh angeblich dem Besitzer mehr Macht, Tapferkeit und Würde. Als König der Edelsteine „ratnaraj“ bekannt, verkörpert der Geburtsstein des Monats Juli Leidenschaft, Liebe und Romantik.

Der Rosenquarz ist eine Varietät des Minerals Quarz.
Ihre unverkennbare Farbe erhalten die Rosenquarze auf verschiedene Arten: Trüber Rosenquarz wird dabei durch feine Einschlüsse von Dumortierit gefärbt, klare Kristalle dagegen durch Aluminium und Phosphor.
Vorkommen von Rosenquarz sind in Brasilien, Madagaskar und Namibia zu finden.

Seit Langem schon werden Rosenquarze zu Schmucksteinen, Gravuren oder Kunstgegenständen verarbeitet: Im alten Rom beispielsweise nutzte man Rosenquarz zur Anfertigung von Siegeln. Bis in die heutige Zeit wird dieser Edelstein nicht nur als Schmuckstein, sondern auch zu dekorativen Zwecken verwendet (geschnitzte Figuren aus Rosenquarz z.B.).
Als Edelstein mit langer Tradition erfuhr der Rosenquarz eine Reihe mythischer sowie esoterischer Zuschreibungen: In der griechischen und römischen Mythologie taucht er in der Geschichte Eros´ bzw. Amors´ auf. Der Gott der Liebe soll den Rosenquarz auf die Erde gebracht haben, um den Menschen Liebe und Versöhnung zu schenken. Die Kraft, Liebe und Freundschaft positiv beeinflussen zu können, wird dem Rosenquarz bis heute nachgesagt – obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Belege gibt. Manche Menschen nehmen zudem an, der Rosenquarz habe einen positiven Effekt auf Herz und Kreislauf.

Der Rhodolith ist eine beliebte rote Varietät des Granats. Seine Farbe ist von Rosa bis Dunkelrot mit einem feinen violetten oder himbeerroten Unterton.
Der Name des begehrten Edelsteins kommt aus dem Griechischen: Rhodos = Rose. Schon im Altertum wurde der Rhodolith als Edelstein zur Schmuckherstellung verwendet und mit roten Granaten und Rubinen als Karfunkel bezeichnet. Aufgrund seiner geringen Härte und der damals eingeschränkten Möglichkeiten harte Steine zu schleifen, war der Rhodolith als Schmuckstein sehr populär.
Die für den weltweiten Handel heute wichtigsten Rhodolithvorkommen liegen in Asien und Afrika.
Die erste Erwähnung fand er in der Geschichte von Noah und der Arche in Form einer Laterne aus Granat. Im alten Ägypten trug man Schmuckstücke und Talismane aus Rhodolith – vor allem Reisende trugen diesen Edelstein bei sich, da er als Schutzstein galt und vor Unglück bewahren sollte. Wie in früheren Zeiten, glaubt man auch heute noch an die heilende Wirkung des Rhodolith. Der Rhodolith gilt als Monatsstein im Januar Geborener. In der Astrologie wird er den Sternzeichen Widder und Skorpion zugeordnet.