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L - Lapislazuli, Labradorit, Larimar

Lapislazuli war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. ein Handelsgut, das in Form von unbearbeiteten Blöcken und geschliffenen Schmuckperlen über weite Strecken transportiert wurde.
Das Wort „Lapis“ entstammt der lateinischen Sprache und bedeutet Stein. „Lazuli“ leitet sich über das Arabische „himmelblau“ ab.
Die bekanntesten Fundstätten liegen im westlichen Hindukusch, in der Provinz Badakhshan in Afghanistan.
Die Gewinnungsstellen bei Sar-é Sang vom Kokscha-Tal in Badakhshan, in der noch heute Lapislazuli gewonnen wird, waren schon zu Zeiten des alten Ägypten in Betrieb. Um den Stein zu gewinnen, wurde er in der Mine mit Feuer gesprengt: Man erhitzte die Steine durch örtliche intensive Holzfeuer und kühlte sie dann mit Wasser plötzlich ab, worauf sie Risse bekamen und herausgeklopft werden konnten.
Als Edel- oder besser Schmuckstein hat Lapislazuli eine Geschichte, die etwa 7000 Jahre zurückreicht. Lapislazuli war das Kostbarste, was die alten Ägypter besaßen und ihren Pharaonen auf die Reise in das Jenseits mitgaben.
Er ist der Stein der Freundschaft und Weisheit.

Labradorit wurde nach seinem ersten Fundort, der im Osten Kanadas gelegenen Halbinsel Labrador, benannt. An dessen Küste entdeckte ihn 1770 der tschechische Missionar Pater Adolf.
Labradorit ist ein geheimnisvoll schimmernder Stein, der an das Nordlicht erinnert. Tatsächlich kommt die beste Qualität des Labradorit aus Finnland.
Labradorit ist eine Mineralmischung aus Albit und Anorthit aus der Gruppe der Feldspate und der Mineralklasse der Silikate. Auffällig ist beim Labradorit das irisierende Farbenspiel in metallischem Glanz, die sogenannte Labradoreszenz , welches durch Interferenz und Spiegelung des Lichtes an den submikroskopischen Entmischungslamellen verursacht wird.
Labradorit regt die Phantasie an und gibt uns eine Art Glücksgefühl durch sein freudiges Farbenspiel.

Larimar ist eine blau-weiß gewolkte Varietät des Pektolith, die bisher nur an zwei Fundorten nachgewiesen werden konnte: In einem umgewandelten, ultrabasischen Vulkanit auf der Halbinsel Barahona in der Dominikanischen Republik und am „Fittà“ bei Soave in Italien.
Larimar wurde erst 1974 entdeckt (dass der Larimar bereits den Ureinwohnern der Insel bekannt gewesen sein soll, ist eine Legende) und wird seit Anfang der 1980er Jahre als Schmuckstein kommerziell genutzt. Gegenüber dem weißen Pektolith ist der Larimar härter (bis 6 auf der Mohs'schen Skala) und tritt ausschließlich in dichten, feinkristallinen Aggregaten auf. Die himmelblaue Farbe beruht auf geringen Spuren von Vanadium.