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M - Mondstein, Mokume-Gane, Mandarin-Granat

MONDSTEIN gehört zur Gruppe der Feldspate. Seinen Namen erhielt er durch sein Schimmern, das an Mondlicht erinnert. Den Mondstein zeichnet vor allem seine Adulareszenz aus, ein bläulich-weißer Schimmer, der über die gesamte Oberfläche des Steines gleitet, wenn man ihn bewegt.
Mondsteine, die aus dem klassischen Herkunftsland Sri Lanka stammen, sind meist fast ganz transparent bis milchig-weiß und haben einen zart bläulichen Glanz. Steine aus Indien zeigen hingegen einen trüberen Grundton, der ins Orange spielt.
Mondstein wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Meist wird er zu einem Cabochon geschliffen, da diese Form den durch seine Lamellenstruktur hervorgerufenen Glanz am besten zur Geltung bringt.
Er gilt als Symbolstein für die Venus, den Neptun oder den Mond.
Im deutschsprachigen Raum steht er für den Monat Juni.

MOKUME-GANE ist eine Schmiedetechnik, die ihren Ursprung in Japan um 1600 hat. Der Name charakterisiert das typische Aussehen der Schmiedeteile. Mokume bedeutet „Holzmaserung“ und Kane bedeutet „Metall“.
Das Ausgangsmaterial, auch als Schichtblock bezeichnet, für diese Techniken entsteht aus dünnen Metallplatten, die durch Schmieden miteinander verschweißt werden. Bei Mokume-Gane werden bevorzugt Metalle und Metalllegierungen kombiniert, die anschließend ein möglichst kontrastreiches Muster ergeben. Wichtig ist, dass die verwendeten Metalle ähnliche physikalische Eigenschaften wie Härte und Schmelztemperatur besitzen, da das Verschweißen der Metallplatten kurz unterhalb der Schmelztemperatur erfolgt. In der heutigen Zeit wird diese sehr aufwändige und teure Schmiedetechnik nur noch von wenigen Gold- und Silberschmieden verwendet, um individuelle Schmuckstücke herzustellen.

MANDARIN-GRANAT
Als Mandarin-Granat. oder auch Kunene-Spessartin. wird eine leuchtend orangefarbene Varietät von Spessartin bezeichnet.
Um ca. 1990 wurden im Norden Namibias am Grenzfluss zu Angola, dem Kunene, orangefärbige Granate von nie gekannter Farbintensität und Leuchtkraft gefunden, die sofort die Aufmerksamkeit der gesamten Edelsteinwelt auf sich zogen. Die Steine wurden zuerst als "Hollandine", nach der Farbe des holländischen Königshauses "Oranje" getauft, später setzte sich aber der Name Mandaringranat durch. Mandarin deshalb, weil das Tragen der Farbe Orange im alten China nur den höchsten Beamten, den Mandarinen, vorbehalten war.